Faltenunterspritzung | Wie und was (be)wirkt sie?
Die Faltenunterspritzung bietet Personen, die unter ihren Falten leiden, zumindest für eine gewisse Zeit, eine deutliche Verringerung der Faltentiefe und optische Korrektur. Es gibt verschiedenste Substanzen, welche man unter die Haut spritzen kann. Dabei muss man sich jedoch bewusst sein, dass die Korrektur der Falten nicht für immer, sondern begrenzt ist, da sich die injizierte Flüssigkeit im Gewebe verteilt und somit an Menge verliert. Daher ist es auch sinnvoll eine gewisse Überkorrektur durchzuführen, also vorerst etwas mehr Substanz einzuspritzen. Je mehr von der Flüssigkeit man injiziert, desto höher wird der Faltenboden angehoben.
Welche verschiedenen Substanzen zur Faltenunterspritzung gibt es?
a) Eigenfett:
Einzig bei der Unterspritzung mit Eigenfett, kann das Ergebnis dauerhaft sein. Bei Unterspritzungen mit anderen Substanzen - welche die Falten nur auffüllen - verschwindet das Ergebnis nach einigen Monaten wieder. Eigenfett verwendet man zur Glättung von Falten, Volumendefekten und auch Narbeneinziehungen. In den letzten Jahren hat diese Methode immer mehr Anklang gefunden und ist durch die Langzeitwirkung bei den Kunden und Kundinnen besonders beliebt. Durch neueste Methoden der Fettgewinnung und Fettaufbereitung überleben etwa 70 bis 80% der übertragenen Fettzellen. Am neuen Standort wachsen sie dann nach. Natürlich muss das Fett vor der Unterspritzung aus dem eigenen Körper entnommen werden. Dazu eignet sich vor allem der Bereich um den Nabel oder auch am Gesäß. Der Eingriff wird meist ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt. Weder Einstichstelle noch sonstige Spuren sind danach sichtbar. Nun muss das Fett speziell behandelt und aufbereitet werden, um es später in den gewünschten Bereich (zum Beispiel die Nasolabialfalte) einzuspritzen.
b) Hyaluronsäure:
Diese körpereigene Substanz wird heutzutage gentechnisch hergestellt und ebenfalls zur Faltenunterspritzung verwendet, wodurch das Hautniveau der Falten angehoben wird. Der Effekt hält allerdings nur sechs bis zwölf Monate an.
c) Polymilchsäure:
Die synthetische Substanz Polymilchsäure, die im Bereich der Chirurgie vor allem als Nahtmaterial Verwendung findet. Sie regt zusätzlich zur Faltenauffüllung auch noch die Neubildung kollagener Fasern und den Aufbau des Bindegewebes an. Bei dieser Form der Faltenunterspritzung sind bis zu drei Behandlungen erforderlich, dafür wirkt die Substanz etwa 18 Monate, bevor sie vom Körper komplett abgebaut wird.
Risiken der Faltenunterspritzung
Auch eine Faltenunterspritzung bedeutet einen Eingriff in den Körper und auch hier gibt es - wenn auch wenige - Risiken. So können sich beispielsweise Granulome bilden. Dies sind kleine Knötchen körpereigenen Gewebes, die entstehen, wenn der Körper auf fremde Substanzen reagiert. Außerdem können nach der Behandlung Rötungen, Schwellungen und Blutergüsse auftreten, welche aber von selbst innerhalb kurzer Zeit verschwinden.
Weitere Beiträge im Web zum Thema Falten-Unterspritzung
- www.medizin-blog.net/schoenheit-und-kosmetik/schoenheitschirurgie/botox-nervengift-zur-faltenunterspritzung/
- www.test.de/themen/gesundheit-kosmetik/meldung/-Faltenunterspritzung/1234936/1234936/
- www.falte-n.de/faltenunterspritzung-mit-botox-kollagen-hyaluronsaeure/
Tags: Eigenfett, Falten, Faltenunterspritzung, Hyaluronsäure, Polymilchsäure